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Ringvorlesung: Erinnerungen - Instrumente der Gegenwart, Bausteine der Zukunft

Mittwoch, 04.03.2015

Erinnerungskulturen und Gedächtnisforschung in ihrer transdisziplinären Vielfalt

Ort: HS 01.22

Zeit: jeweils Mittwoch von 18.45 bis 20.15 Uhr

Konzeption und Durchführung: Klaus-Jürgen Hermanik

 

Zum Programm

 

Das kulturwissenschaftliche Feld der Erinnerungskulturen sowie der Gedächtnisforschung hat in einige Disziplinen seinen erfolgreichen Einzug gehalten und dient sowohl als theoretische Basis als auch vielfach als konzeptioneller Rahmen für (empirische) Grundlagenforschungen. Inhaltlich reicht der Bogen von den grundlegenden symbolischen, ikonischen und indexikalischen Zeichen von Erinnerung & Gedächtnis und deren Eigenschaften, kulturelle und soziale Bedeutungen zu tradieren und damit eine kollektive Identitätsbildung zu unterfüttern, bis hin zu den mythischen und rituellen Kommunikationsformen im Rahmen der Erinnerungskulturen. Neben diesen formativen (kulturellen) Texten und Handlungen werden auch die normativen Zugänge zum Gedächtnis, etwa jene, die die historische Verantwortung und transitorische Gerechtigkeit ins Zentrum der Forschungen rücken, gebührend berücksichtigt. Darüber hinaus wird es etwa einen doppelten Einblick in die Wahrnehmungsforschung geben, zum einen aus der naturwissenschaftlichen Sicht der Sozialpsychologie und zum anderen aus der kulturwissenschaftlichen Betrachtung von Literatur. Der Reigen der transdisziplinären Vielfalt von Erinnerung führt die Hörerinnen und Hörer auch zu den „Raum-Bildern“ und zu deren geographischen Festschreibungen, bis hin zu einer Betrachtung von Erinnerung und Gedächtnis aus emotionssoziologischer Perspektive.

Am Zentrum für Kulturwissenschaften bilden die Erinnerungskulturen einen eigenen Forschungsschwerpunkt und die Ringvorlesung soll nun vor allem dazu dienen, den Studierenden einen Überblick zu geben, wie sich Erinnerung & Gedächtnis in unterschiedlichen Disziplinen entfaltet und welche Zugänge es dabei gibt. Dazu werden bei dieser Ringvorlesung die Kompetenzen und Expertisen von Lehrenden verschiedener Institute im transdisziplinären Sinne gebündelt, was im Bereich der Erinnerungskulturen und der Gedächtnisforschung auf diese Art und Weise an der KFUG erstmalig passiert.

 

Einzeltermine, Vortragende, Themen

 

4. März 2015

Zsuzsa Barbarics-Hermanik (Geschichte)

Einführung in die historische Gedächtnisforschung. Türkengedächtnis als Instrument historischer Narrative

 

11. März 2015

Ulrich Ermann (Geographie und Raumforschung)

Karten und die Persistenz von Raum-Bildern

 

18. März 2015

Lukas Meyer (Praktische Philosophie)

Historische Gerechtigkeit

 

22. April 2015

Gerald Lamprecht (Geschichte / Centrum für Jüdische Studien)

Judentum und jüdische Geschichte in der österreichischen Erinnerungslandschaft im 20. Jahrhundert

 

29. April 2015

Hildegard Kernmayer (Germanistik / Zentrum für Kulturwissenschaften)

Wahrnehmung und Erinnerung

 

6. Mai 2015

Katja Corcoran (Psychologie)

Zeit aus Sicht der Sozialpsychologie: Wie Zeit und die Wahrnehmung der Zeit uns im Hier und Jetzt beeinflussen

 

13. Mai 2015

Susanne Knaller (Romanistik / Zentrum für Kulturwissenschaften)

Autobiographisches Schreiben: Die Performanz des Authentischen

 

20. Mai 2015

Petra Ernst (Germanistik / Centrum für Jüdische Studien)

Die jüdische Ghettogeschichte als Medium der Erinnerung

 

27. Mai 2015

Basilius Groen (Liturgiewissenschaft)

Erinnerung und Vergessen in der christlichen Ritualkultur

 

3. Juni 2015

Sabine Haring (Soziologie)

Gedächtnis und Erinnerung unter einer emotionssoziologischen Perspektive

 

10. Juni 2015

Karl Kaser (Geschichte)

Visuelles Gedächtnis und visuelle Erinnerung

 

17. Juni 2015

Katharina Eisch-Angus (Volkskunde und Kulturanthropologie)

Gedächtnis und Grenze. Zum Erinnern im Schatten des Eisernen Vorhangs

 

24. Juni 2015

Florian Bieber (Zentrum für Südosteuropastudien)

Die kollektive Erinnerung als Ressource des Nation-Building in Südosteuropa

 

Weitere Informationen zur Lehrveranstaltung finden Sie hier.

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